Dickes Umsatzminus bei Schlecker
Bei der Drogeriekette Schlecker sollen die Erlöse um 16 Prozent, das entspricht rund 200 Millionen Euro, zum Vorjahr eingebrochen sein. Das berichten die “Wirtschaftswoche” und “Focus” übereinstimmend. Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts GfK habe Schlecker von Januar bis April 2010 in seinen deutschen Filialen deutliche Umsatzverluste erlitten.
Schätzungen des Marktforschers Trade Dimensions zufolge setzte die Drogeriekette im Jahr 2009 8,1 Prozent weniger um als im Jahr zuvor und lag damit ungefähr auf dem Niveau von 2001.
1,7 Millionen Haushalte seien zur Konkurrenz abgewandert sein. Schuld an dem dicken Umsatzminus soll die Personalpolitik des Unternehmens sein. GfK-Experte Wolfgang Twardawa sagte der “Wirtschaftswoche”: “Die in diesen Fragen zunehmend kritischen Verbraucher bestrafen solche ethischen Fehltritte inzwischen nicht mehr nur durch zeitweilige Kaufzurückhaltung, sondern durch dauerhaften Vertrauensentzug”.
In der vergangenen Woche einigte sich das Unternehmen mit der Gewerkschaft Ver.di darauf, dass die rund 34.000 Beschäftigten in Zukunft nach dem Einzelhandelstarif von Baden-Württemberg bezahlt sollen.
Quelle: t-online.de
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