Uneinigkeit bei geplanter Finanzmarktsteuer in der EU

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seine französische Kollegin Christine Lagarde fordern die Einführung einer Finanzmarktsteuer. Mit der neuen Steuer soll das “Hin- und Herschieben” von Geld auf den Finanzmärkten verteuert und somit erschwert werden. So soll es neue Anreize geben, in die Realwirtschaft zu investieren.

Doch in der EU stoßen sie auf Wiederstand. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta sagte, er sei nicht sicher, ob der EU-Ministerrat zu einer einstimmigen Meinung bei dem Thema käme. Jedoch werde derzeit geprüft, ob die Steuer sinnvoll sei. “Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Finanzplätze darf nicht leiden”, sagte er.

Länder wie Großbritannien und Australien sind gegen die Einführung einer Finanzmarktsteuer. Sie plädieren statt einer Steuer für schärfere Regeln für die Ausstattung der Banken mit Eigenkapital. Dieses Geld soll als Finanzpuffer für den Krisenfall dienen. Die Vorschläge werden nun geprüft.

Quelle: zeit.de

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